19. August 2015 mainwunder

7 Tipps für das Organisieren einer Lesung

Die Frankfurt Buchmesse steht bevor und bei uns laufen die Telefon- und Internetdrähte heiß. Neben Aktionen, die wir für unsere Autoren auf der Buchmesse planen, organisieren wir auch Lesungen in Frankfurt an den Tagen der Buchmesse. Lesungen sind aber das ganze Jahr über, immer wieder und ständig, Thema bei allen Autoren – egal ob Selfpublisher oder Verlagsautoren (wobei bei Letzterem häufig der Verlag die Organisation derselben übernimmt). Wir haben Dir nun die wichtigsten Tipps für die Organisation einer Lesung zusammengestellt:

1. Mache etwas, was zu Dir und Deinem Buch passt

Je authentischer und origineller, desto besser. Welche Orte gefallen Dir selbst, wo fühlst Du Dich besonders wohl und was passt zum Inhalt Deines Buches? Spielt es in einer Stadt/Region? Dann solltest Du genau das hervorheben. Lese an den Schauplätzen Deines Romans, bei Sehenswürdigkeiten, bekannten Plätzen der Stadt oder auch bei der Bäckerei um die Ecke – wenn Dein Protagonist gerne frische Semmeln zum Frühstück isst. Deine Protagonisten machen einen bestimmten Sport? Warum nicht mal eine Lesung in einem Stadion oder dem Clubhaus des Tennisvereins durchführen? Dein Krimi spielt in einer Gärtnerei oder einer Metzgerei? Dann halte Deine Lesung auch dort. Kreativität und Authentizität ist das A und O – auch bei der Wahl der Leselocation. Man kann auch völlig individuelle Leseorte wählen wie eine Brauerei oder eine Tropfsteinhöhle – nutze die Vorteile Deiner Region und mache das, worauf Du Lust hast.

2. Lesungen in Buchhandlungen

Lesungen in Buchhandlungen sind immer noch der beliebte Klassiker, aber viele Buchhandlungen haben nicht mehr die Kapazität, jedem Autor eine Lesung anzubieten. Gerade für Selfpublisher, deren Buch nicht im Regal der Buchhandlung steht, ist es schwierig, eine Lesung zu ergattern. Wie Du trotzdem Buchhandlungen findest?

  • Biete ihnen etwas und unterstütze sie, wenn sie Dich unterstützen – z.B. mit Plakaten und Flyern, die Du ihnen zur Verfügung stellst. Mit einem netten Leseprogramm – z.B. mit musischer Begleitung oder individuellen Gimmicks, die die Gäste zum Buch dazu bekommen. Engagement ist sympathisch und lässt Dich von den vielen anderen Anfragen abgrenzen.
  • Steht Dein Buch erst einmal bei ihnen im Regal, sind die Chancen größer, dass sie Dir zuhören. Du kannst z.B. bei BOD das Buchhandelspaket buchen und so Dein Buch in ausgewählte Buchhandlungen in Deiner Region platzieren.
  • Persönliche Kontakte sind hier essentiell: Höre Dich deshalb bei Deinen Lesern um – sie alle haben ihre Lieblingsbuchhandlungen oder kennen jemanden, der in einer Buchhandlung arbeitet. Nutze Deine Community, dafür ist sie auch da! Sie können Dir auch Kontakte nennen für andere Leselocations, beim Winzer, in der Kirche oder dem tollen Café, in dem sie Stammgast sind. Viele Leser stellen sogar den persönlichen Kontakt her, weil sie natürlich wollen, dass Du zu ihnen kommst und liest!

3. Biete mehr als nur eine Lesung

Ja, is denn eine Lesung nicht genug? Nun ja – wenn Du schon bekannt bist und viele Menschen hast, die garantiert zu Deiner Lesung kommen werden, genügt das wohl. Aber man muss sich im Dschungel des Buchmarktes von Anderen abheben. Unsere Erfahrung zeigt, dass teilweise sogar sehr bekannte Autoren leere Räume haben. Es wird immer schwerer, Menschen zu einer Lesung zu bekommen. Deshalb muss man ihnen etwas Besonders bieten. Einen unvergesslichen Abend bereiten. Sehr gerne angenommen wird die Kombination mit Musikern. Aber auch eine szenische Lesung zusammen mit einem oder mehreren Schauspielern ist etwas Besonderes. Ziehe auch hier die Brücke zu Deinem Buch – kommt in Deinem Buch ein bestimmtes Instrument vor? Hervorragend, das sollte bei Deiner Lesung dabei sein!

 

4. Sei in Deiner Region präsent

Kennst Du Nele Neuhaus? Sie stammt hier aus dem Taunus, das liegt vor den Toren Frankfurts. Als sie noch nicht so bekannt war, verkaufte sie ihre Bücher in der familieneigenen Metzgerei. Sie wurde erst in der Region bekannt bevor sie Bestsellerautorin wurde. Die Region ist ein unfassbar starker Motor. Hast Du Dir hier einen Namen gemacht, stehen Dir Tür und Tor offen für regionale Literaturfestivals, Lesereihen der Stadt und der Stadtbibliotheken u.v.m. Wenn Du also anfängst, Lesungen zu organisieren, mache Dich erst einmal in Deiner Region bekannt. Hast Du das geschafft wirst Du nämlich auch in die Buchhandlungen in Deiner Stadt aufgenommen! Lesungen sind die beste Möglichkeit, sich regional bekannt zu machen.


5. Von der Lesung in die Presse

Da kommen wir gleich zum nächsten Punkt: Am Besten bringt man sein Buch in die Presse, wenn man a) viel in der Region präsent ist und die Journalisten so schon mal auf Dich aufmerksam werden und b) Du sie dann persönlich zu einer Lesung einlädst. Wenn Du Eintritt verlangst, sorge für Freikarten für Medienvertreter (am Besten 2 Karten pro Journalist, auf eine Abendveranstaltung, bei der man seinen Partner oder Fotograf mitbringen kann, geht man viel lieber).
6. Mache Marketing für Deine Lesung

Hast Du einen Lesetermin ergattert, beginnt nun das Marketing.

  • Promote den Termin bei Deinen Lesern – über alle sozialen Kanäle und zwar mehrmals im Vorfeld, da Posts nur von einem Bruchteil Deiner Follower gelesen werden.
  • Erstelle eine Veranstaltung auf Facebook und lade Deine Freunde dazu ein
  • Lasse den Lesetermin in die Veranstaltungshinweise der Stadt und der Tagespresse eintragen. Oft bieten auch regionale Radiosender solche Event-Übersichten an.
  • Lasse Plakate und Flyer drucken und frage in den Buchhandlungen und Cafés in der Nähe (und natürlich die Location, in der Du liest), ob Du sie dort aufhängen/auslegen darfst.
  • Lasse Gimmicks für die Gäste produzieren – falls jemand Dein Buch nicht kaufen möchte, hat er so eine schöne Erinnerung an den Abend und Du kannst eine Postkarte oder ein Lesezeichen genauso signieren.
  • Ist es eine ganz besondere Lesung in einer ganz besonderen Location, lohnt sich auch eine Pressemitteilung. Du solltest es hier aber nicht übertreiben – im Zweifel wirst Du Deinen Lokalredakteuren nämlich noch häufiger begegnen und dann sollen sie Dich in guter Erinnerung haben.


7. Gib nicht auf!

Buchhandlungen und andere bekannte Leselocations bekommen hunderte von Anfragen im Monat. Es ist klar, dass sie hier selektieren. Gerade für Selfpublisher ist es schwer, hier reinzukommen. Aber gib deshalb nicht auf, es gibt andere – vielleicht viel bessere Orte – für Dich. Sei hartnäckig, rufe an, wenn Du keine Antwort auf Deine Mail bekommst. Frage nach, wenn kein Rückruf erfolgt. Solltest Du eine Standardabsage bekommen – nicht alle sind gleich. Auch hier: Deine eigenen Leser wissen, welche Buchhändler aufgeschlossen und freundlich sind. 

Wir wünschen Dir viel Spaß beim Organisieren Deiner Lesung! Ah – letzter Tipp: Denke groß!

Als kleine Hilfe haben wir Dir eine Checkliste erstellt, die Dich durch alle wichtigen Punkte rund um Deine Lesung führt.

Ja, ich will die Checkliste haben!

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