22. Juni 2015 mainwunder

Authentisches Autoren-Marketing als Geheimzutat

Ich möchte heute über kein fachliches Thema sprechen. Niemand anderen reden lassen. Ich ging in den vergangenen Tagen der Frage nach: Was heißt Erfolg für einen Autor eigentlich? Für den einen ist es der Auftritt bei Günther Jauch. Für den anderen ein paar tausend Follower auf Facebook. Für den nächsten Boni von Amazon als Goodie für Top Verkaufszahlen. Und für andere, wenn ein Leser sein Buch versteht und wertschätzt. Nun müsste ich also zu Beginn meiner Arbeit nicht fragen „was sind Deine Ziele“, sondern vielmehr „was bedeutet für Dich Erfolg“? Und „was sind Deine Erfolgsmesswerte“?

Mit Abstand betrachtet sind die Autoren am Erfolgreichsten, die bei sich selbst bleiben und viel von sich geben und zeigen. Ob eine Autorin beim Touch Mudder Run in Schottland mitläuft und ein Foto ihres schlammbefleckten Gesichts postet oder ein Autor, der Bilder aus seinem Urlaub postet. Oder eine Autorin, die Videos von sich dreht und andere an ihren persönlichen Gedanken teilhaben lässt. Ein Autor, der Fragen stellt. Und sich als unperfekt, menschlich, authentisch zeigt. Wie herzig das Video von Veit Lindau, in dem er vor der Kamera ein Blackout hatte und vor Lachen nicht weitersprechen konnte. Sind das nicht die eigentlichen Momente, in denen wir erfolgreich sind? Denn: Dies sind echte Momente aus unserem Leben. Nichts ist gestellt, nichts verschönt, nichts glatter gemacht wo es eigentlich kantig ist. Kein Wunder, dass Promis, die Bilder posten, in denen sie gerade aufgestanden, ungeschminkt und nur mit dem Accessoire Kaffee ausgestattet sind, so gut ankommen.

In unserer heutigen Gesellschaft, in der so viel beschönigt wird, in denen wir alles zu haben scheinen und in denen wir alle Überflieger sein müssen (schon unsere Kinder) – wird Echtheit wieder unbezahlbar. Etwas von sich zu zeigen ist das beste Marketing. Dabei echt zu sein und sich nicht schöner, besser oder toller zu machen als wir wirklich sind, macht den Unterschied. Ich präferiere daher immer eher selbstgedrehte Videos, in denen vielleicht gestammelt oder schüchtern in die Kamera geschaut wird, als Videos von Profi-Filmern, in denen wir top gestylt sind und der Text hölzern zurecht getextet klingt. Wenn es nicht „Deine“ Worte sind, sage sie nicht. Als Marketingfrau muss ich Deine Sprache sprechen können. Und wissen, wer Du bist. Denn authentisches Marketing ist eine wahre Geheimzutat für erfolgreiche Buchverkäufe.

Selfpublisher haben wenig Budget, aber sie sind mutig. Mache, was Andere nicht machen. Sei verrückt, spannend, liebenswürdig – eben einzigartig. Lasse die Leser nicht nur in Deine Bücher eintauchen, sondern auch in Dein Leben – so weit wie Du das möchtest. Wo schreibst Du und in welcher Verfassung? Schreibst Du auch wenn Du traurig bist? Welche Sehnsüchte und Träume verbergen sich hinter Deinen Worten, die Du tagtäglich aufs Papier bringst? Zeige den Menschen hinter dem Buch und gehe in eine echte Beziehung zu Deinen Lesern.

Echtzeit – nimm Dir jeden Tag ein paar Minuten Zeit, um Dich „echt“ zu zeigen. Gestehe Dir Schwächen ein und zeige sie – Deinen Lesern, Deinen Kunden, Deinen Fans. Aber vor allem Dir und Deinen Lieben. Nichts, aber auch gar nichts, ist schöner, als wenn wir uns Anderen öffnen und ihnen einen wahren Einblick in unser Selbst geben.

 

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