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Facebook-Reichweite und die neue Änderung im Algorithmus

In den letzten Tagen überschwemmen angstmachende Posts die Facebook-Welt: Hier heißt es, Facebook habe die Reichweite eingeschränkt und nur ein kleiner Teil der Freunde würde die Beiträge sehen. Es wurde aufgefordert, den Post zu kommentieren oder mit einem Smiley zu versehen – um die Reichweiteneinschränkung zu umgehen. 
Woher dieser „Kettenbrief“ kam, weiß keiner. Fakt ist: Die Aussage ist falsch! Facebook schränkt nicht einfach so die Reichweite ein und schon gar nicht unter „den Freunden“, also von privaten Profilen. Und mit einem Post, der zum kommentieren auffordert, tut man genau das falsche – denn genau DAS führt ab jetzt zur Einschränkung der Reichweite.

Okay, fangen wir von vorne an. Viele fragten sich dieser Tage: Wie funktioniert eigentlich dieser Algorithmus? Was beeinflusst ihn überhaupt?

Es gibt 3 Faktoren, die den Algorithmus beeinflussen
1. Affinity: Dies zielt auf die Beziehung zwischen euch und dem „Empfänger“ des Posts ab. Kommentiert oder liked dieser häufig eure Beiträge, wie oft interagiert ihr usw.
2. Weight: Das, worauf viele Autoren besonderen wert legen: Wird der Beitrag häufig geliked oder kommentiert oder gar weiter geteilt?
3. Decay: Facebook zeigt dem User vor allem Beiträge an, die neu sind. Das heißt natürlich, dass „ältere“ Beiträge kaum mehr angezeigt werden – je nachdem wann der User das letzte Mal eingeloggt war.

 

Neue Änderung in der Einschränkung der Reichweite (Quelle)
Es gibt tatsächlich eine aktuelle Änderung von Facebook, aber nicht die, die gerade überall gepostet wird. Facebook schränkt seit diesem Monat (Dezember 2017) die Reichweite für „Engagement Baiting“ ein. Was ist Engagement Baiting? Nun, das sind all die Dinge, die wir tun, um Aufmerksamkeit auf unseren Post zu ziehen: Die Aufforderung zum Liken (Vote Baiting), Kommentieren (Comment Baiting), Markieren (Tag Baiting) oder Teilen eines Beitrags (Share Baiting) zum Beispiel. Das „Fiese“ ist, dass, wenn  man das zu häufig macht, nicht nur der jeweilige Post, sondern die ganze Page mit einer geringeren Reichweite abgestraft wird. 
Was Facebook damit erreichen will? Weniger Spam und mehr relevante Inhalte. Und das ist gut! Aber es hat Auswirkungen auf unser Postverhalten und die Frage, wie man nun Interaktion im Social Media Marketing erreicht.

 

Was bedeutet das nun für Dein Social Media Marketing

+ Nutze die direkte Aufforderung von Interaktion nur in Ausnahmefällen, z.B. für ein Gewinnspiel. Vermeide übermäßig viele Posts, bei denen man mit Emojis voten oder mit nicht relevanten Fragen zum Kommentieren auffordert. 

+ Interaktion first! Toter Content ist und bleibt toter Content. Deshalb bringt es wenig, einfach sein Buch als Buchtipp zu posten – denn es lädt nicht zu Interaktion ein. Besser ist es, Inhalte regelmäßig spielerisch durch eine Aktivierung der Leser zu vermitteln – und zwar nicht durch         EINEN Post, sondern z.B. durch eine Aktion, bei der viele User beteiligt sind. 

+ Schaffe relevanten Content, das heißt: Je zielgruppengenauer das ist, was Du postest, desto relevanter ist er für die, die es erreichen soll. Und Facebook zeigt diese Inhalte dann auch mehr an.

+ Variiert das Format eures Contents: Stories, Videos, Fotos, Beiträge – inzwischen lässt Facebook viel Spielraum, Inhalte spannend aufzuarbeiten. 

+ Youtube-Videos auf Facebook zu teilen, macht wenig Sinn: Facebook schränkt hier die Reichweite ein, da es „nur“ ein Link ist. Ladet das Video besser direkt in Facebook hoch – dann wird es mehr Usern angezeigt.

 

Für viele galt bisher: Je mehr Engagement, desto mehr Reichweite. Für uns als Buchmarketing-Agentur heißt das jedoch, Engagement noch mehr vor allem durch eine individiuelle, spielerische Aktivierung der User zu erreichen und nicht durch einzelne statische Posts, die zum Handeln auffordern. Zum Anderen gilt noch mehr, relevanten Content und einen Contentmix zu erreichen. Denn Facebook hat vor allem die auf dem Schirm, die spamartig immer (auf die gleiche Art und Weise) das Gleiche posten.

 

 

#notwithoutmybody – oder: warum man alles schaffen kann, was man will

Heute möchte ich einen etwas persönlichen Blogbeitrag teilen, denn manchmal werden wir selbst Teil einer Kampagne, die wir entwickelt haben. So wie die #notwithoutmybody-Kampagne, die wir zum Start von Mela Wagners neuem Roman „Tanz der Sonne entgegen“ ins Leben gerufen haben. Im Roman spielt die Beziehung zum eigenen Körper und dem eigenen Selbst eine wichtige Rolle. Wer kennt sie nicht, diese Gedanken, die einem weismachen wollen, dass man für etwas „nicht hübsch genug“, „nicht schlank genug“, „nicht talentiert genug“ ist? Wir denken, wir müssen ETWAS oder JEMAND sein, um Dinge zu bekommen, die wir uns wünschen oder um den Erfolg zu haben, den wir verdienen. Ich habe früher auch oft so gedacht. Ich war schon immer eine sehr kurvige Frau – so wie die Protagonistin in Melas Roman. Mein Gewicht beeinflusste mich einst sehr stark. Es wurde mir von meinen Eltern immer vermittelt, dass ich als übergewichtige Frau weder einen Mann finde, der mich liebt wie ich bin, noch erfolgreich sein könnte. Ich hatte stets das Gefühl, mich anpassen zu müssen – wenn ich schon äußerlich nicht angepasst war. Ich hatte das Gefühl, immer Leistung bringen zu müssen – wenn ich schon das mit dem Gewicht nicht hinkriege. Und ich hatte das Gefühl, die Erwartungen anderer erfüllen zu müssen, wenn ich schon meine eigenen nicht erfüllen konnte. Irgendwie fühlte sich alles nicht richtig an. Wie Puzzlestücke, die zwar ineinander verhakt waren, aber nicht recht zusammenpassten. Mein Körper und ich standen auf Kriegsfuß.

Und dann kam der Moment in meinem Leben, in dem mir mein Körper den Weg zeigte. Er versagte plötzlich seine Dienste. Ich bekam die Autoimmunerkrankung Morbus Crohn. Mein ganzer Darm war entzündet. Mein Körper funktionierte plötzlich nicht mehr. Und ich wurde mir seiner essentiellen Bedeutung zum ersten Mal richtig bewusst. Wir haben nur einen Körper. Diesen einen wunderschönen, wunderbaren Körper. Er ist es nicht, der uns daran hindert, zu schaffen, was man will. Er ist immer da. Wir selbst sind es, die uns daran hindern, das Leben zu leben, das wir leben wollen. Der eigene Körper ist vielmehr ein Helfer, der uns den richtigen Weg weist. Er gibt uns wichtige Signale, ob etwas stimmig in unserem Leben ist oder nicht. Haben wir den Job, den wir uns wünschen? Sind wir so erfolgreich, wie wir es sein wollen?

Nach der Diagnose gründete ich diese Agentur. Mein „Bauch“ gehört seither zu meinen allerwichtigsten Entscheidungsorganen. Und eine meiner täglichen Aufgaben ist es, Autoren zu vermitteln, dass sie alles schaffen können, was sie wollen und dass sie groß denken dürfen. Viele haben  Ängste, sich auf einer Bühne oder in einer Kamera zu zeigen. Oder haben ein schlechtes Gewissen, wenn sie Erfolg haben. Diese sehr persönliche Arbeit ist ebenfalls ein wichtiger Teil unseres Marketings. Denn: Wer sich erlaubt, erfolgreich zu sein, der erlaubt auch seinen Produkten, sich zu zeigen und gekauft zu werden. Und der erlaubt sich auch viele Fans und gesehen zu werden.

Heute bin ich sehr glücklich, mit mainwunder, mit mir selbst. Denn ich weiß, dass nichts Äußerliches, keine Kilos zuviel, keine schlimme Frisur, keine langweilige Klamotte mich davon abhalten kann, zu tun, was ich tun will. Ich kann ALLES schaffen.
Und je mehr ich das gelernt habe, desto mehr weiß ich auch meinen Körper als Wunderwerk zu schätzen. Meine Nägel, meine Haare, meine Haut und meine Gesundheit zu pflegen, eine schöne Frau zu sein, ist jedesmal ein bewusstes Dankeschön an meinen Körper, der all das für mich trägt.

Was ist Deine Geschichte? Erzähle sie uns unter #notwithoutmybody 

Hier kommst Du zur Aktion

Wie macht man eigentlich Bestseller, Frau Rörsch?

Es ist die häufigste Frage, die mir von AutorInnen gestellt wird. Es ist die 1 Mio. Euro-Frage. Einmal einen Bestseller schreiben. Einmal BILD-Bestseller sein. Mit dem neuen Buch, der Serie in den Top100 sein. Davon träumen die meisten AutorInnen. Und es stimmt, wir bringen sehr viele Bestseller auf die Straße, darauf arbeiten wir mit jedem unserer Kunden hin. Aber: Wie machen wir das eigentlich?

Es ist an der Zeit, dieser Frage einmal auf den Grund zu gehen.

Wie ihr euch denken könnt, gibt es kein ultimatives Bestseller-Rezept, das jeden Schritt vorgibt, der euch in die BILD-Bestseller-Liste schiebt und aus wirklich jedem Buch einen Bestseller macht. Aber es gibt viele kleine Faktoren, die wichtig sind und in Summe den Ausschlag geben.

 

1. Die strategische Vorbereitung

Häufig melden sich AutorInnen bei uns, deren Buch gerade veröffentlicht ist und im Ranking nicht wirklich nach oben kommt. Das ist ein Problem, denn dann ist die wichtigste Zeit – die des Releases – bereits verstrichen. Wir erarbeiten mit unseren Kunden bereits viele Wochen vorher die notwendigen Aktionen und Maßnahmen rund um ein Buchrelease – bei der Veröffentlichung selbst ist es dann lediglich ein Umsetzen dessen, was wir vorbereitet haben. Bis dahin sind viele Dinge entschieden worden, die einen Einfluss auf die Buchverkäufe haben, z.B. das Datum des Releases, die Vorpromotion und wer was wann wo macht oder welche Promotions angestrebt werden.

 

2. Das richtige Timing

Von außen gesehen sind Maßnahmen wie Gewinnspiele, Werbeanzeigen und Posts ähnlich wie bei anderen AutorInnen. Warum also sind sie bei uns erfolgreicher, haben mehr Effekt auf die Buchverkäufe? Nun – es kommt nicht nur auf den richtigen Inhalt, sondern auch das richtige Timing UND die richtige Anwendung an. Dazu ist es notwendig, die Dynamik des eigenen Genres zu verstehen, das Verhalten der eigenen Leser lesen zu können und zu wissen, an welcher Stelle es noch einen Push verträgt und wie ich diesen auslöse. 
Es geht also nicht nur darum, die einzelnen Hebel des Buchmarketings zu kennen, sondern auch, wie ich sie anwende und wann, um den besten Effekt zu erzielen.

[bctt tweet=“Im Marketing kommt es nicht nur auf die richtigen Inhalte, sondern auch auf das richtige Timing an.“ username=“@mainwunder“]

 

3. Mitreißende Inhalte

Alles was wir tun, basiert auf guten Inhalten. Das bedeutet, dass die Aktionen immer individuell und einzigartig sind, die wir gestalten. Dass wir mit unseren Inhalten unterschiedliche Ziele verfolgen. Und im besten Fall mit einem Post, einer Aktion, einem Gewinnspiel gleich auf mehrere Zielkonten einzahlen. Denn: Es geht nicht darum, einfach nur irgendwas zu posten, damit man „einfach mal“ was gepostet hat. Hinter jedem Post steckt eine Idee und ein Ziel, das wir damit erreichen wollen. Deshalb „pflegen“ wir auch nicht einfach Facebook-Seiten von Autoren. Wir sehen eine Facebook-Seite vielmehr als EINEN Kanal von vielen, um gewisse Ziele zu erreichen, z.B. mehr Reichweite, mehr Newsletter-Abonennten, mehr Traffic auf die Website, mehr Buchverkäufe auf Amazon, Vergrößerung der Fan-Community usw.
Deshalb hat es auch keinen Sinn, immer nur das neue Buch auf seiner Seite zu posten. Das ist kein Content, der mitreißt, das ist nur eins: Langweilig. Und Langeweile macht keinen Bestseller.

 

4. Alles ist wichtig!

Bei unseren Autoren stellen wir alles auf den Prüfstand: Vom Autorenprofil auf Amazon bis zur Website, von der Leseprobe bis zur Art und Weise wie Inhalte vermittelt werden. Hat das alles Hand und Fuß, was der Autor da macht und wie er sich zeigt? Wo ist etwas nicht stimmig? Wie ist die Resonanz der Leser und Blogger? Gerade wenn ein neues Buch erscheint, ist jede Kleinigkeit von Bedeutung. Es ist eine Mischung aus Produkt – Unternehmer Autor – Community, die es zu koordinieren und glatt zu ziehen gilt. Haben wir auch alles eingebunden?  Was ist wo sinnvoll? Wie integrieren wir die einzelnen Kanäle, Gruppen und Seiten in die Release-Strategie? Um aus einem Buch einen Bestseller zu machen, ist alles wichtig. 

 

5. Wer Bestseller will, muss mehr tun als andere

Bestseller macht man nicht mit einem Fingerschnipp. Der Markt ist hart umkämpft, die Bestseller-Plätze limitiert. Wer hier mitspielen will, der muss Zeit und Geld investieren. Dazu regelmäßig neue Bücher schreiben und immer bessere, tollere, spannende Aktionen für die Leser entwickeln. Denn auch diese sind inzwischen verwöhnter als früher, man muss sich schon was einfallen lassen, um sie zu begeistern. Wer Bestseller will, der muss immer eine Schippe mehr drauflegen als andere. Bestseller-Autoren stehen nie still, sind immer am Ball, immer nah am Leser und lassen sich immer wieder was neues einfallen – auch wenn gerade kein neues Buch zu bewerben ist. Diese Zeit ist für uns nicht minder wichtig, denn wir nutzen sie zum Imageaufbau, zur Stärkung der Reichweite, zum Aufbau von Communities u.a. . Wir arbeiten weiter an unseren Zielen, immer mehr zu erreichen. Es hört nie auf. Wer Bestseller will, der muss einfach mehr tun als andere.

 

Ihr seht also, es sind einige strategische Schritte und Entscheidungen notwendig, um ein Buch auf Bestsellerkurs zu bringen. Dazu müssen auch andere Faktoren – nennen wir sie die Basics – gegeben sein: Eine gewisse Menge an Fans/Reichweite und ein gutes Buch (inhaltlich und äußerlich). Erst wenn wir ein gewisses Maß an Ressourcen haben, können wir mit diesen arbeiten. Marketing bedeutet nämlich auch, aus den vorhandenen Ressourcen das Beste zu machen – sie so anzuwenden, dass sie den möglichst besten Output bringen. Oder: Neue Ressourcen aufzubauen, mit denen man dann in Zukunft arbeiten kann.

Mehr darüber wie ihr euer Buch zum Bestseller macht, erfahrt ihr bei unserem Slot bei der Online-Autorenmesse am 10. November: Hier geht es zur kostenlosen Anmeldung

Hier findet ihr unsere aktuellen Bestseller

 

Dem Sturm trotzen: Krisenkommunikation für Autoren und Verlage

10 Jahre lang Krisenkommunikation in großen Markenunternehmen PR zu machen, das härtet ab. Egal ob Greenpeace das Unternehmen verunglimpfte, Foodwatch die Produkte anprangerte, Produktrückrufe gemanagt, wütende Verbraucher beruhigt oder eine schlechte Medienberichterstattung ausgeglichen werden mussten – diese Zeit hätte mich nicht besser auf Krisen in der Buchbranche vorbereiten können. 

Aber: Können auch Autoren und Verlage in solche Krisensituationen geraten? Und was dann?

Nun, die Buchbranche verändert sich rasant. Immer schneller und professioneller werden neue Bücher veröffentlicht, der Markt ist alles andere als leicht. Erfolg ist hart erarbeitet. Und vom eigenen Ruf hängt viel ab: Das Vertrauen zu den Lesern, die Zusammenarbeit mit Bloggern, der Wettbewerb mit anderen Autoren und Verlagen. Da passiert es schnell, dass man in eine Situation gerät, die das eigene Image und damit den Erfolg gefährden kann. Und einen Imageschaden kann sich heutzutage kein Autor oder Verlag leisten. 

Krisensituationen, in die Autoren und Verlage geraten können:

  • Falsche Anschuldigungen (z.B. von anderen Autoren)
  • Ärger mit Bloggern
  • Plagiatsvorwürfe
  • Enttäuschte oder wütende Leser
  • Shitstorm in den sozialen Netzwerken
  • Schlechte Presse

Da wir eine immer stärkere Zunahme von Krisensituationen bei Autoren und Verlagen beobachten, bieten wir hier nun ein passendes Beratungsangebot an.
Krisenkommunikation hilft, sicher und gestärkt durch die Krise zu steuern – durch ein klares und strategisches Vorgehen, gut vorbereitete Prozesse und eine intensive Kommunikation mit den Lesern, Bloggern oder Unternehmen. 

Als Profis stehen wir Autoren und Verlagen in dieser Zeit zur Seite. Wir erarbeiten und kommunizieren offizielle Statements und Q&As, beantworten beunruhigte Leser- und Blogger-Fragen und helfen bei Shitstorms oder Anschuldigungen, die Wogen zu glätten. Bei Bedarf vermitteln wir Ihnen Rechtsbeistand, der mit den Gegebenheiten der Branche vertraut ist. 

Mit der richtigen Krisenkommunikation kann aus einer Krise etwas Gutes entstehen.

Unsere Leistungen im Überblick

Der Fall Ferrante: Warum Pseudonyme für Autoren sinnvoll sein können

Die Enthüllung der wahren Identität der italienischen Autorin Elena Ferrante hat in diesen Tagen für einen Aufschrei in der Branche gesorgt. Ferrante, die sich und ihren wahren Namen seit vielen Jahren aus der Öffentlichkeit heraushält, stand nun einer völligen Entkleidung ihrer selbst gegenüber. Da war von der Offenlegung der Honorare die Rede, von Besitztümern wie Immobilien und ihrem zweiten Beruf als Übersetzerin. Muss das sein, haben sich viele – vor allem Autoren – gefragt. Kann die Privatsphäre nicht respektiert werden, wenn man das möchte? Und: Welchen Nutzen hat der Leser nun davon, zu wissen, wie Ferrante wirklich heißt? Ich möchte mich an dieser Stelle nicht an der Diskussion beteiligen – die Enthüllungsartikel haben einen zu faulen Geschmack bei mir hinterlassen.

Ich habe mich jedoch gefragt: Was bedeutet es eigentlich für Autoren (gleich ob Verlagsautoren oder Selfpublisher), ein Pseudonym zu haben? Was bringt es mir als Autor? Welche Varianten gibt es und welche davon sind sinnvoll? Und wie sieht überhaupt der konkrete Nutzen aus – für mein Privatleben als auch für meinen beruflichen Erfolg als Autor? Schauen wir es uns einmal an.

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Liebster Award: Von tollen Menschen, Ritualen und negativer Kritik

Juhuu, der mainwunder Blog wurde für den Liebster Award nominiert! Und von wem? Niemand geringerer als Tom Oberbichler, seines Zeichens Buchmentor – ein grandioser, wie ich finde. Ich kenne Tom schon eine Weile und wir verfolgen uns gegenseitig, tauschen uns aus und sind im jeweils anderen Blog oder Podcast zu Gast. Deshalb freue ich mich sehr, dass Tom hier an mich gedacht hat und ich bin super gerne dabei.

Was ist der Liebster Award? Der Liebster Award dient dazu, Blogs bekannter zu machen. Alles was man tun muss, ist:

  1. die 11 Fragen der Person beantworten, die dich nominiert hat
  2. die Person verlinken, die dich nominiert hat
  3. Blogs nominieren
  4. diesen Personen  eigene 11 neue Fragen stellen

Warum sind Dinge wie der Liebster Award wichtig? Um sich selbst bekannter zu machen muss man sein Netzwerk stetig erweitern. Das gilt nicht nur für Autoren oder Dienstleister, sondern auch für Blogger. Menschen auf sich aufmerksam zu machen geschieht auf vielen Wegen, dieser hier ist einer davon. Jeder, der weiterkommen möchte, sollte Möglichkeiten nutzen, etwas von sich zu erzählen. Nur wer den Blick auf sich zulässt, wird auch von Anderen gesehen.

[bctt tweet=“Nur wer den Blick auf sich zulässt, wird auch von Anderen gesehen.“]

Tom hat mir natürlich auch Fragen gestellt. Also lasse ich mal die Hosen herunter:

Hast du eine bestimmte Tageszeit, zu der du am liebsten schreibst?

Berufliche Sachen wie Pressemitteilungen, Artikel oder Texte schreibe ich gerne morgens, wenn der Kopf am Kreativsten ist. Privates gerne nach der Arbeit am Abend. Mein Buch „Praxishandbuch Buchmarketing“ habe ich abends bis in die Nacht hinein geschrieben.

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Dienstleister in der Buchbranche: Warum es sich als Autor lohnt mehr zu bezahlen

Dass die Buchbranche ein hartes Pflaster ist, das wusste ich von Anfang an. Dass es für Dienstleister für Autoren wie Coverdesigner, Lektoren oder eben Marketingberater aber besonders hart ist, das zeigt sich erst, wenn man mit beiden Füßen mittendrin steckt in der Buchbranche.

Heute ist nicht nur bei den Banken und IT-Unternehmen ein immer weiter, größer, schneller angesagt, sondern auch bei uns, die zwischen all den friedlich zwischen Pappe daliegenden Buchseiten zur nächsten Veröffentlichung hetzen, noch schnell ein Cover über Nacht fertig machen und mal eben im zehnminütigen Telefonat einen ganzen Marketingplan aufstellen. Warum ich das Thema heute zur Sprache bringe? Weil es mir in letzter Zeit immer wieder auffällt, wie unterschiedlich Service verstanden wird. Da schreibt der Steuerberater eine fette Rechnung für etwas, das er nicht wusste und recherchieren musste.
Da wird das Telefonat mit einer fremden Webdesignerin mittendrin beendet, weil das Stundenbudget aufgebraucht ist. Beides würde mir nie einfallen. 

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Der perfekte Leser: Von Mythen und Annahmen in der Zielgruppendefinition

Warst Du schon einmal in einem Coaching, z.B. im Rahmen Deiner beruflichen Tätigkeit? Und hat man Dir da von „Deinem perfekten Kunden/Chef/Mitarbeiter“ erzählt? Dieses Bild vom „perfekten XY“ wird gerne verwendet, wenn es um Themen wie Erfolg geht. Angeblich zieht man sich dann seine perfekten Kunden an. Ich habe mich gefragt, ob dieses „Ich-wünsch-mir-den-perfekten-Kunden“ auch für Autoren und ihre Leser funktionieren könnte. Und was soll ich sagen: Nein, es ist einfach totaler Quatsch! Es gibt nicht den einen Leser, jeder Leser ist anders und wählt Dein Buch aus einer anderen Motivation heraus aus. Und man zieht ihn auch nicht an, nur weil man sich den perfekten Leser kreiert. Und weil wir schon dabei sind, räumen wir gleich mit ein paar weiteren Mythen auf.

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Wenn Leser-Aktionen scheitern

Es ist ein Phänomen. Da plane ich als Autorin oder Autor ein Gewinnspiel oder eine Aktion für meine Leser, habe womöglich viel Zeit in die Organisation und Mühe für Preise investiert – und dann passiert nichts. Ein paar Likes, so gut wie keine Kommentare und erst recht keine Dynamik. Was ist passiert? 
Warum scheitern Leser-Aktionen? Das wollen wir uns im heutigen Beitrag einmal genauer ansehen. 

Was bei anderen funktioniert, muss nicht für Dich das Richtige sein

Wenn wir bei anderen Autoren eine Aktion sehen, die mehrere hunderte Kommentare und Likes hat, die Leser begeistert das Gewinnspiel teilen und sich ein halbes Bein ausreißen, um zu gewinnen, dann wollen wir das auch. Klar oder? Dafür machen wir es schließlich, um die Aufmerksamkeit unserer Leser zu erhaschen. Nun muss ich Dich aber leider enttäuschen, denn: Was bei anderen funktioniert, muss nicht auch bei Dir funktionieren. Von welchen Aspekten ist das abhängig?

1. Die Reichweite
Die Reichweite ist für das Gelingen einer Leser-Aktion oder eines Gewinnspiels entscheidend. Einerseits wollen wir an Reichweite dazu gewinnen, wenn wir eine solche Aktion starten. Andererseits brauchen wir bereits eine gewisse Reichweite, damit eine Aktion erfolgreich werden kann. Wenn ein anderer Autor also z.B. über 2000 Follower auf seiner Seite hat und Du nur 200, dann ist klar, dass Deine Resonanz nicht wie bei ihm ausfallen wird. Es gilt also, hier realistisch zu bleiben und seine Aktion entsprechend auszurichten. Habe ich als Autor noch nicht viel Reichweite, ist mein primäres Ziel der Aktion, diese auszubauen. Dann kann ich eine Aktion so entwickeln, dass sie auf eben dies abzielt. Eine Aktion, die zwar nett ist, aber nichts für das eigentliche Ziel tut, wird dann leider nicht den gewünschten Effekt bringen. 

2. Der Schwierigkeitsgrad
Damit Leser heute Lust haben, an einer Aktion oder einem Gewinnspiel teilzunehmen, muss das, was sie tun müssen, schnell verstanden werden und leicht umzusetzen sein. So kann – je nach Thema – das Posten eines Bildes leicht oder eben kompliziert sein, z.B. wenn das Thema so komplex ist, dass dem Leser dazu schnell nichts einfällt. Oder die Anleitung für ein Gewinnspiel ist so kompliziert, dass man sie – wenn überhaupt – erst nach mehrmaligem Lesen versteht. Oder der Leser muss mehrere Klicks tätigen, um überhaupt teilnehmen zu können. Diese Zeit hat bzw. nimmt sich heute niemand, dafür passiert zu viel in kurzer Zeit und dafür gibt es zu viele Gewinnspiele, an denen sie einfacher teilnehmen können. 

3. Die Leserstruktur
Wir sind immer noch bei dem anderen Autor, der so eine riesige Resonanz auf seine Aktion hatte. Nun – dieser Autor hat möglicherweise eine andere Leserstruktur als Du. Das heißt, seine Leser sind vielleicht in einem anderen Alter, mögen andere Bücher und weisen eine andere Online-Aktivität auf. Leser und Leser sind nicht über einen Kamm zu scheren. Wenn Du also fest stellst, dass Deine Leser auf diese oder jene Aktion nicht mit Aktivität reagieren, brauchen sie etwas anderes. Und das gilt es herauszufinden. 

4. Mit gutem Beispiel vorangehen
Wenn Autoren, die bisher noch nicht so aktiv in den Social Media Netzwerken waren, nun selbst eine hohe Aktivität von ihren Lesern erwarten, wird es schwierig. Nur wer selbst viel präsent und aktiv ist, auf Kommentare seiner Leser antwortet und wirklichen Austausch sucht, der bekommt eben dies zurück. Im Kern wünscht sich jeder Leser den Kontakt zum Autor, sonst hätte er seine FB-Seite ja nicht geliked. Das heißt, konsequent kommunizieren und auf den Leser eingehen – dann klappt´s auch umgekehrt mit der Beteiligung bei Leser-Aktionen.

5. Abwechslung und Spaß

Viele Kommentare und Likes sind nicht immer entscheidend. Wenn Du nur 10 User erreichst, diese aber ganz viel Spaß bei Deiner Aktion haben, dann hast Du im besten all 10 neue, treue Leser gewonnen. Sie behalten Dich im Kopf als ein Autor, mit dem es Spaß macht und sie werden bei jeder weiteren Aktion von Dir wieder dabei sein. Ich bezeichne das in meinem Social Media Modell immer als „Entertainment“, denn es geht darum, den User zu unterhalten und dadurch eine Beziehung zu ihm aufzubauen. Neben harten Zahlen sollte man diesen wichtigen Aspekt nicht vergessen.

Jetzt weißt Du, warum Leser-Aktionen scheitern können. Wenn Du spürst, dass Dein Gewinnspiel oder Deine Aktion nicht funktioniert, zieh sie trotzdem bis zum Schluss durch. Nur in Ausnahmefällen, z.B. wenn wirklich gar nichts passiert, kannst Du sie zurück ziehen. Nutze diesen Fall aber, um bei Deinen Lesern nachzuhaken, warum sie sich nicht beteiligt haben. War es der Gewinn, war es zu kompliziert oder haben sie einfach gerade andere Dinge um die Ohren? So kannst Du dazulernen und es beim nächsten Mal mehr an ihren Bedürfnissen ausrichten. 

 

Bloggerin und Journalistin Isabella Caldart erweitert mainwunder-Team

mainwunder erweitert ihr Team um einen weiteren kreativen Kopf: 184454_492690887442991_1515705566_n-2
Die Bloggerin und Journalistin Isabella Caldart betreut in der Agentur den Bereich Presse & Events. Zwei Bereiche, die viel Kreativität, Netzwerkaffinität als auch Durchsetzungskraft erfordern und die – auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint – inhaltlich häufig Schnittstellen haben. Wer heute Lesungen oder Lesereisen durchführen möchte, muss diese bewerben und die Presse informieren und einladen. Auch wenn man sich als Autor regional positionieren will, kommt man um Presse und Events nicht drum herum. Wir freuen uns sehr, dass Isabella mit an Bord ist und sie neben ihrer Verlagstätigkeit bei uns mitwirkt. Sie ist nicht nur in der Literaturszene zu Hause, sondern hat auch einen guten Riecher für besondere Locations und ein besonderes Gespür für das, was man sich als Literaturliebhaber & Leseratte von einem gelungenen Event wünscht. Jetzt lest aber erst einmal selbst, was Isabella über sich erzählt 🙂
 
 
mw: Liebe Isabella, herzlich willkommen im Team! Wir freuen uns riesig,
dass Du bei uns bist! Erzähl uns doch ein wenig über Dich.
 

Isabella Caldart: Ich bin zwar gebürtige Frankfurterin, aber überall auf der Welt Zuhause: Ich habe bereits in Barcelona, San Sebastián, Mexiko und, ja, Stuttgart gelebt. Trotzdem zieht es mich aus irgendeinem Grund immer in meine Heimatstadt zurück. Hier habe ich übrigens auch Literaturwissenschaft an der Goethe-Universität studiert und meine Magisterarbeit über die ETA verfasst. Ich blogge seit vielen Jahren, früher mit dem Schwerpunkt Frankfurter Stadtgeschehen, inzwischen nur noch über literarische Themen. Ich habe bereits als Journalistin, Übersetzerin und sehr lange als Kellnerin gearbeitet und bilde mich im Moment zur Lektorin weiter. Neben dem Reisen und der Literatur bin ich großer Fan von Katzen, Bier, Schokolade und dem Austausch mit interessanten Menschen – je nach Stimmung nicht unbedingt in dieser Reihenfolge.

 
mw: Du wirst ab sofort den Bereich Lesungen & Events bei mainwunder
übernehmen und den Bereich Presse mit betreuen. Eine spannende
Kombination: Was reizt Dich an den beiden Bereichen besonders?

Isabella Caldart:
Ich freue mich darauf, bei der Organisation von Lesungen mit beiden
Enden der Kette in Kontakt zu treten: mit dem Autor sowie den Betreibern
des Veranstaltungsorts. Ich finde es spannend, je nach Event und Genre
nach geeigneten Locations zu suchen. Während ich mich in Frankfurt und
Umgebung gut auskenne, gibt mir die Arbeit bei mainwunder die
Möglichkeit, mein Wissen über Literaturhäuser, Clubs, Off-Spaces und
Theater in ganz Deutschland auszuweiten und zu vertiefen. Nach
jahrelanger redaktioneller Arbeit ist es für mich außerdem reizvoll, aus
dieser Erfahrung schöpfen zu können. Und da sich mein Verlagsvolontariat
nur auf das Lektorat beschränkt, kann ich dank mainwunder weitere
Facetten des Literaturbetriebs kennenlernen – eine schöne Kombination!
 
 
mw: Unterschiedliche Genre, Bücher, Autoren ­ worauf freust Du Dich in
Deiner Arbeit bei mainwunder am meisten?

Isabella Caldart: Als Bloggerin interessieren mich nicht zuletzt auch die
Blogger-Relations, vor allem aber freue ich mich darauf, zukünftig bei

Lesungen dabei zu sein, die ich selbst organisiert habe. Dies wird mich,
wenn ich ehrlich bin, ein wenig mit Stolz erfüllen. Zudem ermöglicht mir
mainwunder, mit vielen Autoren verschiedener Genres zusammenzuarbeiten
und interessante Kontakte zu knüpfen. Und natürlich hoffe ich, auch
meine kreative Ader ausleben zu können!

 
Liebe Isabella, wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Dir!
Willkommen bei mainwunder!

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