23. Dezember 2017 mainwunder

Facebook-Reichweite und die neue Änderung im Algorithmus

Man indicates a group of like symbols to follow him. Isolated, white background.

In den letzten Tagen überschwemmen angstmachende Posts die Facebook-Welt: Hier heißt es, Facebook habe die Reichweite eingeschränkt und nur ein kleiner Teil der Freunde würde die Beiträge sehen. Es wurde aufgefordert, den Post zu kommentieren oder mit einem Smiley zu versehen – um die Reichweiteneinschränkung zu umgehen. 
Woher dieser „Kettenbrief“ kam, weiß keiner. Fakt ist: Die Aussage ist falsch! Facebook schränkt nicht einfach so die Reichweite ein und schon gar nicht unter „den Freunden“, also von privaten Profilen. Und mit einem Post, der zum kommentieren auffordert, tut man genau das falsche – denn genau DAS führt ab jetzt zur Einschränkung der Reichweite.

Okay, fangen wir von vorne an. Viele fragten sich dieser Tage: Wie funktioniert eigentlich dieser Algorithmus? Was beeinflusst ihn überhaupt?

Es gibt 3 Faktoren, die den Algorithmus beeinflussen
1. Affinity: Dies zielt auf die Beziehung zwischen euch und dem „Empfänger“ des Posts ab. Kommentiert oder liked dieser häufig eure Beiträge, wie oft interagiert ihr usw.
2. Weight: Das, worauf viele Autoren besonderen wert legen: Wird der Beitrag häufig geliked oder kommentiert oder gar weiter geteilt?
3. Decay: Facebook zeigt dem User vor allem Beiträge an, die neu sind. Das heißt natürlich, dass „ältere“ Beiträge kaum mehr angezeigt werden – je nachdem wann der User das letzte Mal eingeloggt war.

 

Neue Änderung in der Einschränkung der Reichweite (Quelle)
Es gibt tatsächlich eine aktuelle Änderung von Facebook, aber nicht die, die gerade überall gepostet wird. Facebook schränkt seit diesem Monat (Dezember 2017) die Reichweite für „Engagement Baiting“ ein. Was ist Engagement Baiting? Nun, das sind all die Dinge, die wir tun, um Aufmerksamkeit auf unseren Post zu ziehen: Die Aufforderung zum Liken (Vote Baiting), Kommentieren (Comment Baiting), Markieren (Tag Baiting) oder Teilen eines Beitrags (Share Baiting) zum Beispiel. Das „Fiese“ ist, dass, wenn  man das zu häufig macht, nicht nur der jeweilige Post, sondern die ganze Page mit einer geringeren Reichweite abgestraft wird. 
Was Facebook damit erreichen will? Weniger Spam und mehr relevante Inhalte. Und das ist gut! Aber es hat Auswirkungen auf unser Postverhalten und die Frage, wie man nun Interaktion im Social Media Marketing erreicht.

 

Was bedeutet das nun für Dein Social Media Marketing

+ Nutze die direkte Aufforderung von Interaktion nur in Ausnahmefällen, z.B. für ein Gewinnspiel. Vermeide übermäßig viele Posts, bei denen man mit Emojis voten oder mit nicht relevanten Fragen zum Kommentieren auffordert. 

+ Interaktion first! Toter Content ist und bleibt toter Content. Deshalb bringt es wenig, einfach sein Buch als Buchtipp zu posten – denn es lädt nicht zu Interaktion ein. Besser ist es, Inhalte regelmäßig spielerisch durch eine Aktivierung der Leser zu vermitteln – und zwar nicht durch         EINEN Post, sondern z.B. durch eine Aktion, bei der viele User beteiligt sind. 

+ Schaffe relevanten Content, das heißt: Je zielgruppengenauer das ist, was Du postest, desto relevanter ist er für die, die es erreichen soll. Und Facebook zeigt diese Inhalte dann auch mehr an.

+ Variiert das Format eures Contents: Stories, Videos, Fotos, Beiträge – inzwischen lässt Facebook viel Spielraum, Inhalte spannend aufzuarbeiten. 

+ Youtube-Videos auf Facebook zu teilen, macht wenig Sinn: Facebook schränkt hier die Reichweite ein, da es „nur“ ein Link ist. Ladet das Video besser direkt in Facebook hoch – dann wird es mehr Usern angezeigt.

 

Für viele galt bisher: Je mehr Engagement, desto mehr Reichweite. Für uns als Buchmarketing-Agentur heißt das jedoch, Engagement noch mehr vor allem durch eine individiuelle, spielerische Aktivierung der User zu erreichen und nicht durch einzelne statische Posts, die zum Handeln auffordern. Zum Anderen gilt noch mehr, relevanten Content und einen Contentmix zu erreichen. Denn Facebook hat vor allem die auf dem Schirm, die spamartig immer (auf die gleiche Art und Weise) das Gleiche posten.

 

 

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