10. Dezember 2014 mainwunder

Frauen sind kommunikationsstark, Männer offensiv: Was das Geschlecht mit PR zu tun hat

Quelle: Fotolia.com #57478216 - Cheerful woman placing a chili between her nose and her mouth © WavebreakMediaMicro

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Ich bin keine Feministin. Ich mag Männer für ihre Klarheit, ihren Ehrgeiz und die Art, Dinge direkt auf den Punkt zu bringen. Ich mag Frauen für ihre Wildheit, ihre Farbpalette an Emotionen, ihre Fähigkeit, andere Menschen zu erfassen und auf sie einzugehen und ihrem Herzen zu folgen. Aber was hat das Geschlecht überhaupt mit PR zu tun?

Die Stärken und „Schwächen“ des jeweiligen Geschlechtes schlagen sich darin wider, ob und wie sie sich nach außen zeigen. Während es einem gestandenen Trainer, der gewohnt ist, seinen Mann vor großem Publikum zu stehen, leichter fällt, sich zu zeigen, ist es für die Frau, die sich ihrer Unperfektheit bewusst ist, oftmals weitaus schwerer. Während Männer oftmals klar sagen können, für was sie stehen und wer sie sind, sind Frauen eher unklar was ihr Sein betrifft und zurückhaltender, wenn es darum geht, sich zu zeigen. Mich als Kommunikationsexpertin stellt das vor unterschiedliche Herausforderungen sowohl strategisch-konzeptionell als auch letztlich in der Umsetzung. 

Auch im Netzwerken schlägt sich der Unterschied der Geschlechter nieder: Das Institut für angewandte PR hat festgestellt, dass „Männer beim Netzwerken zielstrebiger sind, sie erzählen schneller von ihren persönlichen Erfolgen. Außerdem haben sie weniger Scheu, offensiv nach Kooperationsmöglichkeiten mit dem Gegenüber zu suchen. Frauen hingegen koste die selbstbewusste Darstellung ihrer Person und ihrer Fähigkeiten oftmals mehr Überwindung.“ Ihr Bauchgefühl und Empathie gleicht dies jedoch wieder aus: „Frauen haben häufig eine ausgeprägte Kommunikationsstärke. Darüber hinaus können sie sich gut in den Gesprächspartner hineinversetzen. Schwierig wird es für sie erst dann, wenn es darum geht, die Kontakte zum eigenen Vorteil zu nutzen“.
Was dem einen fehlt, hat der andere und das ist auch gut so. Ich finde, man muss nicht alles sein und alles selbst können. Ein Speaker hat die Begabung, vor vielen Menschen reißende Vorträge zu halten, ein Autor, eine spannende Geschichte niederzuschreiben. Sie müssen auch nicht noch PR können. Dafür gibt es Leute, deren Begabung genau darin liegt, die „Lücken“ zu füllen und an den richtigen Schrauben zu drehen.

Ich persönlich liebe Menschen mit Ecken und Kanten – sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Sie bleiben einem im Gedächtnis. Sie sind das i-Tüpfelchen, die Schärfe in der Suppe. Sie treten aus der Masse hervor. Nun muss man sich nicht die Kugel geben, wenn man denkt, man hätte selbst keine Ecken und Kanten. Jeder Mensch hat etwas prägnantes, das ihn ausmacht. Das gilt es zu finden und herauszuarbeiten.

Ganzheitliche PR setzt hier an – bei der Persönlichkeit des Menschen. Während früher gesagt wurde, wie man zu sein hat, um „aufzufallen“, zählt aus meiner Sicht heute Authentizität und man braucht jemand, der sie in gute Aktionen und spannende Informationen verpackt. Wenn ich einen neuen Kunden habe, schaue ich mir deshalb nicht nur den IST-Zustand seiner Öffentlichkeitsarbeit an, ich möchte auch erfahren, welchen Menschen ich vor mir habe. Was macht ihn aus, was sind seine Wünsche und Ziele, worin ist er gut und was bereitet ihm Schwierigkeiten?  Zeigt er sich gerne oder eher nicht und wie kann ich ihn dabei unterstützen? Für Speaker und Coaches ist das Alleinstellungsmerkmal (sowohl im Thema als auch in Person) von noch größerer Bedeutung als für Autoren. Dieses gilt es sichtbar zu machen durch Imageunterlagen, ein Imagevideo, die optimale Webseite und Social Media Aktivitäten, angelehnt an die entsprechende Zielgruppe.
Bei Autoren geht es vielmehr darum, um sie und ihre Werke herum eine glaubwürdige Geschichte zu kreieren und zu zeigen, wer die Person hinter dem Buch ist. Hier geht es um enge Beziehungsarbeit mit den Lesern, um Persönlichkeit und allem was rund um das Schreiben passiert und weniger um hochwertige Imageunterlagen. Während bei einem Speaker ein schlecht gemachtes (Youtube-)Video sich sehr imageschädigend auswirken kann, wirkt selbiges bei einem Autor sympathisch und authentisch. Auch ist es wichtig, wer die eigene Zielgruppe eigentlich ist. Wie alt sind sie, wo halten sie sich auf, sind es eher Männer oder Frauen? Eine Social Media Aktion, die für eine Frau total spannend ist, muss es für einen Mann noch lange nicht sein. Es ist deshalb wichtig, seine „Pappenheimer“ zu kennen. Für beide Geschlechter, für jede Zielgruppe gilt: Plumpe „Werbung“ mag keiner. Damit meine ich z.B. blinde Postings in Gruppen, die weder zur Zielgruppe passen noch zum eigenen Thema. Es bietet weder Mehrwert für den, der es liest noch Dir, die Zeit rein investiert. Die Folge: Ein bleibender, schlechter Eindruck, den Du nicht wieder korrigieren kannst.

Ich möchte Dir – gleich ob Du Mann oder Frau bist – Mut machen, Dich selbst zu entdecken – und Eigen-PR nicht nur als notwendiges Must-have anzusehen, sondern als Spielwiese, auf der Du Dich – mit professioneller Unterstützung – austoben kannst. Sie hilft, mehr Klarheit über Dich zu erlangen und die eigenen Grenzen neu zu stecken. Eine gute PR-Beratung hilft Dir dabei, den für Dich richtigen Weg zu finden, Dir Dinge abzunehmen die Dir schwer fallen und bereits vorhandenes mit der richtigen Portion Schärfe zu würzen.

 

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