3. Januar 2015 mainwunder

Facebook, Twitter & Co.: Welche Plattform für Dein Social Media Marketing die richtige ist

#67102301 - Social Media © enterlinedesign

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Du willst Social Media Marketing betreiben? Wunderbar, damit bist Du in guter Gesellschaft! Social Media bietet unzählige Möglichkeiten, mit Deinen Zielgruppen in Kontakt zu treten, Dein Produkt zu platzieren und Dein Image aufzupolieren. Inzwischen gibt es so viele Social Media Plattformen, dass man leicht den Überblick verlieren kann. Das Unternehmen ethority hat die 261 wichtigsten Plattformen und Tools identifiziert. Wo soll man denn da bloß anfangen? Und wie weit soll Deine Arbeit überhaupt gehen? Dieser Fragestellung gehe ich im heutigen Beitrag nach.

1. Starte mit einer Plattform

Starte Dein Engagement auf einer Plattform, mit der Du Dich wohl fühlst und in der Du Dich schon einmal gut zurecht findest. Die meisten wählen hier Facebook. Facebook ist aufgrund seiner stetig wachsenden Nutzerzahlen und den immer kreativeren Marketingmöglichkeiten eigentlich Pflichtprogramm für jeden – ob Unternehmen oder Einzelperson. Klar, auch in Facebook kann man viel falsch machen. Falsch platzierte Werbung, nicht eingehaltene Urheberrechte durch Bilder, die zum Teilen nicht freigegeben wurden und und und. Darum soll es aber jetzt nicht gehen.

2. Finde heraus, auf welcher Plattform sich Deine Zielgruppe befindet

Nicht für jeden ist Facebook die optimale Marketingplattform, z.B. würde es ein Baumarkt hier sehr schwer haben, seine Zielgruppe ausfindig zu machen. Ein Forum, in dem sich Heimwerker tummeln, wäre da die viel bessere Wahl. Ein Coach oder Autor hingegen findet hier eine wahre Spielwiese – alles potenzielle Klienten und Käufer! Eine Kinderbuchautorin hingegen sollte sich überall da aufhalten, wo Mamas sind. Ein Karrierecoach neben Facebook auch auf Xing und Twitter. Apropos Twitter…

3. Twitter: Das unterschätzte Imagetool

Twitter eignet sich nicht, um groß Marketing zu betreiben. Man kann keine Spiele integrieren und längere Botschaften twittern. Mit 140 Zeichen lässt sich das eben nicht realisieren. Das kann Twitter nicht. Dafür aber was ganz anderes. Twitter ist die Plattform, um Neuigkeiten auf Deiner Webseite, einen neuen Film auf Youtube oder einen neuen Beitrag auf Deinem Blog auf wundersam schnelle und unkomplizierte Art und Weise bekannt zu machen. Allerdings zählt hier: Hast Du bei Twitter keine Follower, wird Deine Nachricht auch niemanden erreichen. Während ich mir für einen Facebook-Nachricht oder eine Aktion Gedanken machen und den Text feintunen muss,  greife ich bei Twitter auf bereits gegebenes Material auf einer anderen Plattform zurück. Twitter ist das Paradebeispiel für crossmediales Arbeiten. Es funktioniert nur, wenn ich tolle, spannende, interessante Beiträge bereits an anderer Stelle entwickelt habe. Zugleich ist Twitter das ultimative Tool für Dein Image. Was bedeutet das? Nun, bei Twitter geht es nicht primär um Werbung oder Marketing. Es geht darum, mit den Menschen in den Dialog zu gehen. Das zeigen auch best practices einiger Unternehmen wie der Telekom, die einen extra Twitter-Kundendienst @Telekom_hilft ins Leben gerufen hat. Das Unternehmen mit dem zuvor aufgrund seines schlechten Kundenservices angekratzten Image wurde dank Twitter zu einem kundenfreundlichen Unternehmen, das bei Fragen und Störungen schnell erreichbar ist. Die Eigenschaft der Schnelligkeit von Twitter hat sich die Telekom zunutze gemacht.
Ich glaube, Twitter wird noch verkannt in seinen Möglichkeiten. Wie ist es denn möglich, unzähligen Unternehmen, Personen aus der Öffentlichkeit und Menschen aller Art zu folgen und gleichzeitig mit Ihnen in einen echten Dialog auf Augenhöhe zu begegnen? Ich glaube dass dies auf keiner anderen Plattform so möglich ist. Auf Twitter ist kein Platz um sich groß darzustellen, alles ist kurz gehalten – aber ehrlich, witzig, kreativ.

Für wen ist Twitter nun interessant? Zum Einen gilt zu Bedenken: Twitter kostet enorm viel Zeit. Es ist wichtig, täglich online zu sein und seinen Followern zu folgen und selbst zu twittern. Wer also die Zeit nicht hat bzw. niemanden beschäftigen möchte, der es für einen übernimmt, sollte es vielleicht lassen. Und auch wer keine Lust hat, ernsthaft und authentisch mit Menschen zu kommunizieren, sollte vielleicht einen Bogen um Twitter machen. Twitter ist für Unternehmen interessant, um z.B. zukünftigen Bewerbern einen Einblick in die Arbeit im Unternehmen zu gewähren. Es dient als Mittel, externe Kommunikation mit der internen Kommunikation zu verknüpfen – z.b. indem Azubis twittern. Manchmal twittern auch die Geschäftsführer selbst, über Strategie, Werte oder die Gespräche in der Kaffeeküche. Wozu? Es erzeugt Nähe zum Verbraucher/Kunden, denn es ist persönlicher als eine kreierte Marketingaktion auf Facebook.
Für Autoren ist Twitter spannend, weil sich dort nicht nur Verlage und Zeitungen tummeln, sondern auch Buchblogger und potenzielle Leser. Das ist eine kleine Twittergemeinschaft, in der es sehr herzlich und kreativ zugeht. Hier zeigt sich die wahre Natur der PR – es geht um Beziehungen und Dialog und dafür bietet Twitter ganz viel Raum. Für Coaches oder Speaker ist Twitter eine Möglichkeit, auf sich und sein Angebot aufmerksam zu machen, z.B. indem ich mich nicht nur unter meinesgleichen tummele, sondern auch mit potenziellen Klienten und Auftraggebern auf Augenhöhe in Kontakt komme. Die Hürde, dass sie sich ernsthaft für mich und mein Angebot interessieren, auf meine Webseite, meinen Blog oder mein FB-Profil klicken, ist dadurch viel größer.

4. Xing: Netzwerken ja, aber bitte ohne Werbung

Über Xing lassen sich keine Kunden finden. Das ist die Wahrheit. Ich liebe Xing, aber leider gibt es noch zu viele Menschen, die mich nicht kennen und denken, sie könnten mir in einer Nachricht ein Produkt anbieten und ich würde es dann noch kaufen. Xing ist keine gute Marketingplattform. Sie ist ein Netzwerk, ein ziemlich gutes. Ich bin dort in mehreren Gruppen meiner Branche, dort findet Austausch statt, der dann in die private Nachricht und das persönliche Treffen übergeht. Es ermöglicht, mit Menschen, mit denen wir beruflich zu tun hatten, in Kontakt zu bleiben. Oder sich ein Bild von den Mitarbeitern des Unternehmens zu machen, bei dem ich mich bewerben möchte. Man findet also nicht primär Kunden bei Xing, warum sollte man dort also überhaupt ein Profil haben? Nun, als Autor ist das aus meiner Sicht nicht relevant. Für einen Coach, Berater, Speaker oder Unternehmen jedoch unbedingt. Denn: Ein eigenes Netzwerk besteht nicht nur aus potenziellen Kunden. Sondern auch aus Menschen aus dem gleichen Metier, mit denen man sich über aktuelle Entwicklungen, aber auch über konkrete Projekte austauschen kann. Gerade Coaches oder Speaker leben viel von Weiterempfehlungen – auf einem Xing-Profil lassen sich Vita und Angebote schnell überblicken.
Ich selbst bin schon lange Premium-Mitglied und schätze es, mich so mit Kollegen vernetzen zu können. Während ich auf Twitter zwar auch diese Möglichkeit habe, habe ich dort keinen Raum, um meine Vita und mein Angebot zu platzieren. Bei Xing bin ich zudem Teil eines Netzwerks, in dem sich auch Grafiker, Texter oder Illustratoren befinden. Das ist wichtig, gute Leute an der Hand zu haben, bei denen ich auf die Qualität der Arbeit vertrauen kann.  Unternehmen nutzen Xing natürlich für Stellenanzeigen, aber auch für ihr Unternehmensimage. Denn dort tummeln sich die Mitarbeiter, erzählen wo sie arbeiten, berichten über den Arbeitgeber und verlinken evtl. auf die Unternehmenswebseite. Der Mitarbeiter ist heutzutage schon fast ein eigenes Kommunikationsinstrument und man sollte als Unternehmen dort sein, wo auch seine Mitarbeiter sind, um eine einheitliche Corporate Identity zu gewährleisten.

5. Fixiere Dich nicht auf eine einzige Community

Du hast es geschafft, Dir auf Facebook eine große Community aufzubauen? Großartig, das ist eine tolle Leistung! Nun ist es höchste Zeit, Deine Aktivitäten auszuweiten. Es ist nämlich nicht klug, sich nur auf einem Portal zu tummeln. Du machst Dich damit zu sehr abhängig von dieser einen Community und von dem Fortbestand dieser Plattform.

6. Werde Social Media!

Authentische Kommunikation funktioniert nur, wenn man etwas von sich zeigt. Scheu oder Verschlossenheit setzt falsche Signale: Hat derjenige etwas zu verbergen? Kann ich ihm trauen? Wenn sein Angebot doch so gut ist, warum geht er damit nicht selbstbewusst um? Natürlich sollte man nicht übertreiben. Die Menschen wollen nicht nur Deine Nachrichten lesen. Deshalb ist es ratsam, Klarheit über die Gepflogenheiten des Netzwerks zu gewinnen und sich denen anzupassen. Was sind ihre Gedanken, was beschäftigt sie und was interessiert sie. Schreiben sie viel oder eher weniger, wer beteiligt sich an Diskussionen und wer hält sich eher im Hintergrund. Hast Du also eine Zielgruppe, die eher zurückhaltender ist, solltest Du nicht mit Pauken und Trompeten daherkommen.

7. Denke interaktiv!

Wir denken bei Social Media sofort an geschriebenes. Textbeiträge sind wichtig, keine Frage. Man könnte eine Botschaft aber auch mit einem kleinen Video kommunizieren. Das muss nicht gleich ein professioneller Werbefilm sein. Ich liebe z.B. gut gemachte Buchtrailer oder Videos von Speakern, die Impressionen von einem ihrer Vorträge einfangen. Diese sollten schon professionell sein, d.h. hier sollte ein Fachmann draufschauen. Aber einen Neujahrsgruß oder die Gewinner einer Verlosung lassen sich mit einem selbstgedrehten Video ganz unproblematisch übermitteln. Denke immer so: Was würde DICH jetzt ansprechen?

 

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