14. November 2014 mainwunder

Vom Schattenkind zum Shootingstar: Wie Du mehr Traffic im Social Web generieren kannst

Follow UsNach meinem letzten Artikel bekam ich so viele tolle Rückmeldungen von euch, ich bin sehr bewegt über diese Resonanz und freue mich auf noch ganz viele Kommentare und Mails 🙂 Ich lade euch ein, über die Themen zu diskutieren oder mir eure Erfahrung und gerne auch Probleme/Herausforderungen mitzuteilen.

Hier und da kam der Wunsch nach Tipps, deshalb heute für euch das wichtige Thema: Wie kann ich als Autor, Speaker oder auch als Unternehmen mehr Traffic auf meiner Facebook-Seite generieren?

Wer nicht weiß, was Traffic bedeutet: Es ist nichts anderes als „Besucher“, die dann hoffentlich auch zu „Fans“ werden.

Zu Beginn eine gute und eine schlechte Nachricht. Die Schlechte: Mal eben schnell 2000 neue Besucher auf Facebook, ohne dass ich etwas dafür tue – das funktioniert nicht. Das Internet ist ein hart umkämpfter „Marktplatz“, auf dem die Unternehmen alle das gleiche wollen: DEINE Aufmerksamkeit. Bist Du gerade bei Tchibo auf der Seite, bist Du es eher nicht bei Nespresso. Aber Nespresso möchte Dich, also muss es sich schon ein wenig anstrengen, um Dich neugierig zu machen. Hinter alldem stehen nicht ein paar Posts, sondern – und darauf gehe ich genau in diesem Artikel ein – eine Vielzahl an Maßnahmen, Fragestellungen und Zielen, die am Ende eine strategische Ausrichtung ergibt, die dann mit der Zeit immer mehr Besucher generiert.
Die gute Nachricht: Du musst das nicht alles können und auch nicht alles alleine machen. Du kannst es natürlich. Konzentriere Dich auf die Arbeit, die Du im besten Fall so liebst wie ich und überlasse solche Dinge Experten, die den ganzen Tag nichts anderes tun als Dein Profil im Social Web und außerhalb zu schärfen.

1. Die Ausrichtung

Zu Beginn solltest Du Dir darüber bewusst werden, wo die Reise hingehen soll. Möchtest Du nur mehr Fans auf Deiner Facebook-Seite oder am Besten gleich auch mehr Klicks auf die eigene Webseite, mehr Leser Deines Newsletters – möchtest Du aktive Nutzer (wenn ja, sei Dir über die Mehrarbeit der Betreuung bewusst!) und überhaupt, welche Zielgruppe möchtest/hast Du eigenlich?
Fragen über Fragen, die aber essentiell sind, um darauf ausgerichtet eine klare Linie zu entwickeln, an der dann alle  Aktivitäten ausgerichtet sind.

 

2. Die Instrumente

Soziale Netzwerke leben von spannenden, bewegenden, interessanten Beiträgen. Diese sind so vielfältig wie das Internet selbst: Videos, Podcasts, Bilder, Geschichten, Zitate, Erlebnisse, Gedanken, Informationen zum Produkt oder Unternehmen…. gestalte Deine Facebook-Seite wie ein Wunderland, die man gerne besucht und immer etwas neues entdeckt. Dann wird es auch nie langweilig und Deine Fans bleiben.

3. Die Qualität

Ich liebe es, mir Profile und Webseiten von Unternehmen, Autoren oder Speaker anzusehen und häufig erlebe ich erhebliche Qualitätsmängel. Unpassende Bilder, langweilige Posts, schlecht aufbereitete Informationen, eine Webseite von der ich Augenkrebs bekomme… natürlich ist  mein Auge als Expertin in dieser Hinsicht geschult. Aber mal ehrlich, schaust Du Dir sowas gerne an? Oder hinterlässt es nicht vielmehr einen leicht fahlen Beigeschmack? Was viele gut meinen: Laienhaft sollte keines dieser Instrumente sein. Dann lieber gleich lassen, es schadet dem Image mehr als es nutzt.

4. Die Zielgruppe

Wer ist Deine Zielgruppe? Frauen, Männer, wie alt, wo leben sie und wann sind sie am aktivsten im Social Web unterwegs? Welche Interessen haben sie und welche Erwartungen? Fragen, auf die Du zu jeder Zeit Antworten haben solltest. Wenn Deine Inhalte mit den Erwartungen Deiner Zielgruppe übereinstimmen, ist es kein Problem, viele neue Besucher zu generieren.

5. Bezahlter Traffic

Facebook hat die Möglichkeiten für Facebook-Anzeigen ausgeweitet. Hochprofessionell und trotzdem kinderleicht umzusetzen gibt es Ads für jeden Bedarf. Ich hatte gestern ein spannendes Telefonat mit Facebook und bin begeistert, was jetzt alles möglich ist: Ob Du eine Lesung oder einen Vortrag promoten, ob Du nur Eltern für Dein Kinderbuch aufmerksam machen oder mehr Gefällt mir für Deine Seite erreichen möchtest – alles ist möglich mit den Ads, die zahlreiche neue Funktionen bieten. So können Sie Ihre Zielgruppe passgenau nach Alter, Geschlecht, Beruf, Interessen und vielen vielen weiteren Aktivitäten wie z.B. nach der Nutzung einer bestimmten Sorte von Handy (;-) ) definieren.

Neben Facebook gibt es darüber hinaus viele weitere Möglichkeiten für bezahlten Traffic – Anzeigen in Newslettern, auf Blogs oder in Foren – die Wege sind unendlich. Was davon sinnvoll ist, darauf gehe ich weiter unten ein.

6. Organischer Traffic

Als organischen Traffic bezeichnet man Besucher, die von nicht-bezahlten Quellen auf Ihre Seite gelangen, z.B. über die Google-Suchfunktion oder über den Weiterempfehlen-Link Ihrer Freunde. Dieser Traffic ist aus meiner Sicht der Bedeutsamere, denn der Traffic entsteht aus eigenem Interesse: Der Besucher ist proaktiv auf die Suche gegangen oder wurde von einer Empehlung eines Freundes angesprochen. Das wichtigste im Marketing, Vertrauen,  ist hier schon vorhanden, was bei bezahltem Traffic erst aufgebaut werden muss durch Inhalte und Dialog.

Durch organischen Traffic entsteht der gewünschte virale Effekt – die mediale Mundpropaganda, die besser wirkt als jede Werbung.

Um organischen Traffic zu erreichen kann ich mit den Plattformen in Kontakt treten, auf denen sich meine Zielgruppe tummelt. Indem ich mich dort einbringe – z.B. mit einem spannenden Beitrag, einem Interview u.v.m. – spreche ich deren Fans an, die ich so auf meine Seite aufmerksam mache. In vielen Bereichen eine Win-Win-Situation, wir alle profitieren voneinander. Das erfordert jedoch Beziehungsarbeit und Vertrauen und natürlich muss meine Seite qualitativ überzeugen, damit der andere gewillt ist, über mich oder mein Produkt zu berichten.

7. Die Inhalte

Egal ob bezahlter oder organischer Traffic, die Inhalte müssen zielgruppenorientiert und besucherfreundlich sein. Ob ich als Agentur posten muss, dass ich heute Ringelsocken trage und meinen 10. Kaffee trinke, könnte für manchen Leser zwar uninteressant sein. Für den anderen ist es aber genau das, was er gerne liest, weil er auch mal menschliche Einblicke in meine Arbeit möchte. Ich schaue mir hier genau die Philosophie der Person oder des Unternehmens an, wie ist er ausgerichtet in seiner Außenkommunikation, ist er von Natur aus jemand, der sich gerne zeigt oder ist sie eher distanziert, dafür hochprofessionell? Wie tritt sie auf Bildern auf und wie ist das Wording, das sie gerne benutzt? Ist keine Einheitlichkeit vorhanden, wird diese zuerst geschaffen. Ist das Profil nicht stark genug, wird zuerst am CI gefeilt. Egal ob als Einzelperson oder als Unternehmen: Es bedarf einer klaren Vision. Aus diesem werden Werte, ein Motto, Slogans sowie eine entsprechende Bilderwelt heruntergebrochen und sind unsere Wegweiser, an denen wir uns immer wieder ausrichten. Manche nennen das Strategie, ich nenne es ganzheitliche Kommunikation.

Die Inhalte variieren je nach Zielgruppe. Und kostenlose Angebote sind immer sehr reizvoll, machen neugierig, erzeugen Klicks: So ist es zum Beispiel für einen Stimmtrainer und Sprecher interessant, vermehrt Instrumente wie Podcasts oder kostenlose Stimmchecks zu nutzen. Hier gibt es keine Mailings mit Text, sondern mit Sprachaufnahmen. Dafür gibt es wunderbare Programme wie i-talk24, die Sprachaufnahmen durch eine einfache Mailfunktion schnell nutzbar machen.
Als Coach oder Trainer eignen sich kostenlose Webinare, um neue Adressen für seinen Newsletter zu generieren UND natürlich, auf diese Weise direkt in den Dialog mit potenziellen neuen Kunden zu kommen. Aber auch Inhalte, die die eigene Methode oder Philosophie wiederspiegeln (Stichwort Robertz Betz: Gedanke zum Tag), sind sehr gefragt bei Usern, da sie, schön mit einem Bild aufbereitet, aufgreifen, wie wir über uns und unser Leben denken, wo wir hinwollen, wovon wir träumen…

Und da komme ich zum letzten, aber entscheidenden Punkt: Die Königsklasse der Postings ist die, die den Leser emotional packt. Emotionen sind der wichtigste und stärkste Trigger, sie können eine Marke an die Decke heben, aber auch genauso schnell wieder zu Boden reißen. Sie sind es, die aus einem Schattenkind ein Shootingstar machen können.

8. Crossmedial arbeiten

Ja, ich hab doch schon ein Facebook-Profil! Oder: Ich mache doch schon so viel! Auch schon diesen Satz gehört? Mit Facebook kann man viel machen, aber wenn man bedenkt, wieviele andere Kommunikationswege es gibt, ist es doch eher mickrig. Manche machen im Social Web viel, für die klassische Medienarbeit bleibt ihnen aber keine Zeit. Wussten Sie, dass mittlerweile nahezu jedes Magazin, jeder Verlag, jede Zeitung eine Präsenz in allen sozialen Netzwerken hat? Print ist toll, ich liebe gut gemachte, schön aufbereitete, spannende Artikel in einem tollen Magazin! Aber ein Artikel auf der Online-Plattform eines Magazins, den ich als Leser meinen Freunden teilen kann, der kommentiert wird und der vielleicht dann auch noch auf Facebook/Twitter und anderen Kanälen promotet wird…ist um einiges effektiver. Die richtige Kommunikation schlägt Wellen. Und die richtige Kommunikation bringt Ergebnisse, die ich auf all meinen Plattformen weiter nutzen kann. So wird ein Interview eines Kunden zu einem Telegramm für die Newsletter-Leser, wird zu einem Post auf dem Facebook-Profil und wird Referenz im Gespräch mit anderen Journalisten.

Sie sehen, es gibt unzählige Möglichkeiten, mehr Traffic zu generieren. Wenn es trotz vieler Aktivitäten immer noch nicht fruchtet, machen Sie etwas falsch. Dann empfehle ich Ihnen meinen kostenlosen PR-Check: Als Social Media Expertin schaue ich mir Ihre Profile und bisherige Aktivitäten Online und Offline an und mache Vorschläge, an welchen Schrauben wir drehen können.

 

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